Rüdiger Dahlke , Aggression als Chance

Rüdiger Dahlke , Aggression als Chance

Im Buch des Arztes Rüdiger Dahlke geht es um das Thema Aggression , ein Thema , das bei uns in der Gesellschaft verdrängt und als sehr negativ angesehen wird. Diese Haltung hält der Autor für falsch , gehört Aggression doch zu unserem Leben und unserer Welt dazu , und der Mensch sollte sich damit auseinandersetzen , anstatt die Aggression zu verdrängen.

Im ersten Teil seines Buches geht es um dias Prinzip der Aggression.Auf den ersten Seiten stellt Dahlke mehrere Theorien zu Mensch und Aggression vor , die diese mit Gewalt gleichsetzen. Dabei greifen seiner Meinung nach die biologische Erklärung (der Mensch brauchte die Gewalt zum Überleben und ist auch heute noch ein Raubtier ) sowie,dias Lernprinzip ( Kinder lernen von ihren Eltern und der Umwelt die Aggression ) zu kurz. Zwar zeigt er auf , wie in der Gesellschaft Aggression genutzt wird (Fremdenhass, Zusammenhalt einer Gemeinschaft , blinder Gehorsam , Militarismus ),aber das Prinzip Aggression , das er NICHT mit Gewalt gleichsetzt , sieht er eher in den alten Mythen der Griechen und Germanen begründet.

Er bezieht sich auf das Beispiel von Prometheus , der den Göttern aggressiv das Feuer stahl und den Menschen brachte , die damit einen großen Teil der Macht der Götter übernahmen. Prometheus wurde zwar hart bestraft , aber ohne seine Tat hätte die Menschheit sich nicht weiterentwickeln können.

Aggression , bei den Griechen /Römern vertreten durch Ares /Mars ,spielt also eine wichtige Rolle im Leben und in der Welt , zusammen mit seinem Gegenpol,der Venus. Beide können ohne einander nicht existieren ( siehe auch Yin und Yang )und brauchen einander. Im weiteren zählt er Beispiele für aggressives Verhalten im Alltag auf , die sich vor allem im männlichen Prinzip zeigen (Krieger , Kämpfe Sport ). Männlich heißt nicht , daß nur Männer sich so verhalten ;seiner Ansicht nach ist die marsianische Aggression ein offener Kampf , während das weibliche Urprinzip Pluto eher hinerhältig agiert.

Hinzu kommt noch die Projektion , d.h. die eigene Aggression wendet sich bei anderen gegen das , was man an sich selber schlecht findet bzw. wovor man Angst hat (Beispiel Inquisition : weil die katholische Kirche Angst vor den Frauen und den Versuchungen des Sex hatte , musste  sie die Frauen und  den Sex als teuflisch verfolgen anstatt einzusehen , daß die Männer  ganz normale Gefühle hatten ).

Die Verleugnung und Verneinung des Prinzips der Aggression macht uns krank und zeigt sich auf unterschiedliche Weise im Körper . Damit kommt der Autor zum zweiten Teil , den Krankheitsbildern und Lernaufgaben.Seiner Meinung nach versucht unser Körper , uns durch seine Krankheit auf ungelöste Aggressionskonflikte aufmerksam zu machen ,und gibt uns   die Chance , uns damit auseinanderzusetzen. Dabei kritisiert Dahlke die konventionelle Medizin , die nur auf Unterdrückung der Sympthome und auf Verdrängung von körperlichem Schmerz aus sei.

Im Einzelnen behandelt  er Infektiomskrankheiten , die durch Pilze , Viren oder Bakterien ausgelöst werden , wobei er der Ansicht ist , daß die drei Erreger auf verschiedene Art Aggression verkörpern und einen Menschen nur „erwischen “ können , wenn dieser geschwächt ist , weil er seine eigenen Aggressionen nicht erkennt und verarbeitet.Deutlicher wird das noch bei den Allergien und den Autoaggressionskrankheiten wie Rheuma,Krebs, Fibromyalgie etc..Der Körper bringt die Aggression zum Vorschein , die man sich selber nicht eingestehen will , und grade dies ist seiner Meinung nach die einzige Chance zur Heilung. Durch Homöopathie und Psychotherapie soll der Mensch erkennen ,wo seine Aggression liegt. Dann soll er Möglichkeiten suchen , sie in positiver Weise einzusetzen , als Ursprung von Kreativität und Mut , denn dafür ist die Aggression nötig.In ähnlicher Form behandelt er das Gebiss , welches besonders anfällig ist sowie Hyperaktivität bei Kindern , die seiner Meinung nach eben diesen Grund hat.

Das Ganze Buch hört sich sehr esoterisch und abgehoben an.Aber ich finde doch , daß einige interessante  Ideen darin stecken.So finde ich es richtig , Aggression nicht mit Gewalt gleichzusetzen und darauf hinzuweisen , daß sie zu uns als Menschen gehört und auch nicht von Haus aus schlecht ist. Außer dem ist es besser , sich bewußt zu machen , warum man z. B. einem anderen gegenüber aggressiv empfindet ,als ihm einfach eines über den Kopf zu hauen.Auch die Ansätze zu den Krankheiten sollte man neben der Schulmedizin mehr in Betracht ziehen.Es ist jedenfalls kein Weg ,sie totzuschweigen oder zu leugnen , daß sie zu uns allen gehört.

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